Mit dem Hausboot unterwegs durch Holland

Reisebericht & Streckenbeschreibung ab Amsterdam

Ein Hausbooturlaub in Holland ist ein besonderes Erlebnis

Entdeckung schöner Städtchen, Passage vieler Brücken, wenig Schleusen, sehr nette Menschen/Wasserschutzpolizisten, mitten durch Amsterdam, Windmühlen…

Wir wollten unsere Hausbooterfahrungen erweitern in Südholland im April  – da muss man mit dem Wetter Glück haben. Ende April schien es uns am sichersten. Das hat nicht so ganz geklappt. Auf jeden Fall hatten wir eine schöne, interessante und abenteuerliche Reise und der gemeinsame Tenor am Ende „auf jeden Fall nochmal Holland“.

Unsere Hausbooturlaub Holland Route – ein Rundkurs

Start in Loosdrecht – Weesp – Amsterdam – Museumsdorf Zaanse Schans – Amsterdam – Ouderkerk – Uithorn –Alphen – Boskoop – Gouda . Oudewater – Monfoort – Utrecht – Loosdrecht

Unsere Anlegestellen

Loosdrecht – Weesp – Amsterdam 2 Nächte im Sixthafen – Gouda – Utrecht – Loosdrecht

Ankunft in Loosdrecht: da wir mit diesem Hausboot – der Penichette 1500 FB – schon 3 mal unterwegs waren, haben wir eher wenig Einweisung benötigt. Eher Infos speziell zu Holland. Da es hier sehr viele Brücken gibt und man nie so genau weiß passt man nun durch oder nicht, gab es an der Spitze des Bootes eine Fahnenstange. Der nette Locaboat Angestellte hat uns gesagt, wenn die Fahne passt, dann passt auch der Rest.

Wie immer am Ankunftsabend war Einkaufen angesagt. Auf dieser Fahrt wollten wir öfters Essen gehen, denn man kommt hier durch Orte, in denen es Restaurants gibt. Also war der Einkauf auch überschaubar, wobei wenn 5 Personen einkaufen, das auch ziemlich langwierig sein kann.

Schon am ersten Abend sind wir in ein nettes Lokal – Empfehlung der Basismitarbeiter, denn das schöne Lokal direkt am Hafen war ausgebucht.

Unsere erste Hollandtour mit dem Hausboot

Wir waren schon ganz gespannt, denn wir waren schon auf vielen Hausbootrouten in Europa vor allem in Frankreich aber noch nie in Holland. Die die Grachten von Amsterdam das war das Ziel – obwohl in den Führern eher abgeraten wird.

Im Nachhinein würde ich sagen, für Hausbootanfänger ist das wirklich NICHT empfehlenswert, denn es ist eng, es gibt viel Verkehr und man weiß NIE so genau  ob das mit der Brückendurchfahrt passt oder nicht.

Amsterdam und Umgebung

Ein Urlaub mit dem Hausboot ist die Entdeckung der Langsamkeit

Danach wollten wir noch ein Stück weiter, aber an der nächsten Brücke hat sich überhaupt nichts mehr getan. Es war ja auch Sonntag. Zwangsaufenthalt vor der Brücke. Sowas kommt schon mal vor beim Hausbootfahren. Aber wir sind ja auch im Urlaub und nicht auf der Flucht. Also haben wir das akzeptiert und „entschieden“ hier zu übernachten.

Wind, Wellen und Windmühlen

Aufregende Grachtenfahrt mit dem Hausboot

Es war dann noch aufregender als gedacht: Passen wir durch? Kommt da jetzt ein Schiff im Gegenverkehr? Und dann im großen Hafenbecken beim Bahnhof von Amsterdam und wo ist nun die Einfahrt des Sixthafens?

Es gab Wind und Wellen, das verträgt ein Hausboot nicht so gut. Letztendlich haben wir es geschafft und einen schönen Platz im Hafen bekommen. Aber jedem Anfänger möchte ich auf den Weg geben NIEMALS auf der ersten Fahrt nach Amsterdam!

Mit der Fähre zum Bahnhof und dann in die Stadt

Vom Sixthafen aus  gibt es eine Fähre zum Hauptbahnhof und von dann kann man Amsterdam zu Fuß erkunden. Eigentlich wollten wir ins Van Gogh Museum, aber das war nicht möglich. Da muss man vorher reservieren, um eine Karte zu bekommen.  Aber es war doch sehr schön die Stadt zu entdecken, die vielen Fahrräder, die Grachten, die schönen Häuserfassaden, der Blumenmarkt, das Rotlichtviertel.

Gouda – leider ohne Käsemarkt

Von Amsterdam nach Gouda mit dem Boot dauert ca. einen halben Tag. Von der Anlegestelle in die Stadt ist ein schöner Spaziergang. Obwohl es ziemlich frisch war, gab es leckeres Eis. Ein sehr schöner Platz auf dem der Käsemarkt stattfindet – leider war weit und breit kein Käse zu sehen.

Utrecht am Königstag

Wir wussten dass der 27.4.2018 in Holland Feiertag ist und der Geburtstag des Königs gefeiert wird. Wie das dann aber in den Städten zugeht davon hatten wir keine Ahnung. Unser Tagesziel war Utrecht nach der Karte war klar, dass wir da mitten in die Stadt fahren können. Allerdings waren da viele kleine Boote mit feiernden  Menschen – es wuselte nur so. Es ging eng her und es war auch nicht so wirklich klar, ob wir da durch die Brücken passen. Da kam mal wieder ein Polizeiboot und die gaben Zeichen: Ja, ihr könnt da durch.

Es war unglaublich eng, es kamen viele Boote entgegen. Der Kapitän unseres Bootes hatte Nerven wie „Drahtseile“ – die Krönung war dann das rückwärtige Anlegen im Stadthafen. Wir mussten die Fender einholen, damit das Boot reingepasst hat.

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