Schleusen mit dem Hausboot

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Sie planen Ihren ersten Hausbooturlaub und sind neugierig, wie das Schleusen funktioniert? In diesem Ratgeber geben wir Ihnen einen detaillierten Überblick über das Schleusen mit dem Hausboot.

Es gibt verschiedene Schleusen-Arten mit Schleusenwärter und auch ohne Schleusenwärter. Manche funktionieren elektrisch, bei anderen müssen Sie selber kurbeln.

Wir erklären Ihnen, worauf Sie bei den verschiedenen Schleusenvorgängen achten müssen und wie Sie mögliche Herausforderungen meistern. So können Sie Ihre Hausbootreise entspannt genießen.

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Schleusenregeln

  • Fahren Sie langsam in eine Schleuse
  • Nehmen Sie Rücksicht auf andere Boote
  • Berufsschifffahrt hat immer Vorrang
  • Machen Sie niemals die Taue am Poller fest
  • Befolgen Sie die Anweisungen eines Schleusenwärters
  • legen Sie wenn möglich auf der Windseite an
  • Springen Sie niemals auf ein Boot
  • Stoßen Sie das Boot nicht mit Händen und Füßen von der Schleusenmauer ab
Mögliche Ampelschaltungen an einer Schleuse
  1. Schleuse außer Betrieb
  2. Schleuse außer Betrieb/ Telefonieren Sie.
  3. Schleuse in Betrieb/ Einfahrt untersagt
Mögliche Ampelschaltungen an einer Schleuse
  1. Schleuse in Vorbereitung/ Einfahrt untersagt
  2. Einfahrt erlaubt/ normales Festmachen nicht gewährleistet
  3. Einfahrt ohne Verzögerung vornehmen

Schleusentypen

Automatische Schleusen

Werden geregelt durch:

  • ein Radarsystem, welches die Durchfahrt registriert und die Schleuse in Gang setzt
  • eine Stange über dem Kanal, die betätigt werden muss
  • eine elektronische Karte oder Fernsteuerung
  • Bedienung direkt an der Schleuse
  • einen Schleusenwärter

Handbediente Schleusen

Werden geregelt durch:

  • einen Schleusenwärter
  • die Crew des Bootes, meistens durch Kurbeln, die bestätigt werden müssen. Eine Anleitung befindet sich direkt an der Schleuse (Landessprache oder Englisch)

Abwärts schleusen

Fahren Sie langsam in die Schleuse ein und achten Sie darauf, nicht zu weit hinten anzuhalten. Vor den oberen Schleusentoren befindet sich eine Stufe – der sogenannte Drempel. In vielen Schleusen ist die Stelle mit einer gelben Linie markiert. (siehe Zeichnung) Achten Sie darauf, dass das Boot beim Absinken vor dieser Linie bleibt, ansonsten können große Schäden am Boot entstehen.

Legen Sie die Taue um die Poller (erst vorne, dann hinten – Nicht festmachen!) Achten Sie darauf, dass die Fender richtig hängen. Halten Sie die um die Poller gelegten Leinen in der Hand und geben Sie während des Absinkens immer genug Leine nach.

Legen Sie die Taue ordentlich aufgerollt an Bord, damit diese für das nächste Manöver sofort einsatzbereit sind.

Abwärts schleusen

Langsam in die Schleuse einfahren, Leinen um die Poller legen und festhalten

Abwärts schleusen

Schleuse in Betrieb setzen, Leinen straff halten, warten bis die Schleusentore sich öffnen

Abwärts schleusen

Leinen lösen, ordentlich aufrollen und langsam aus der Schleuse fahren

Aufwärts schleusen

Bei hohen Schleusen setzen Sie möglichst ein Crewmitglied ca. 100m vor der Schleuse am Ufer ab, das zur Schleuse läuft, um die Leinen in Empfang zu nehmen. Vorsicht: die Leitern in den Schleusen sind oft sehr glitschig! Fahren Sie langsam in die Schleuse ein.

Werfen Sie die Taue Ihrem Crewmitglied zu. Dieser nimmt die Taue entgegen, legt sie um die Poller und gibt sie an Bord zurück. Hier halten weitere Crewmitglieder die Taue in der Hand und achten darauf, dass die Taue beim Anstieg des Wassers gespannt bleiben.  Warten Sie, bis sich die Schleusentore öffnen, bevor Sie langsam aus der Schleuse fahren. Vergessen Sie Ihr Crewmitglied an Land nicht!

Verstauen Sie die Taue ordentlich aufgerollt an Bord, damit diese für das nächste Manöver sofort einsatzbereit sind.

Aufwärts schleusen

ggf. Crewmitglied am Ufer absetzen, langsam in die Schleuse fahren, Leinen um die Poller legen und festhalten

Aufwärts schleusen

Schleuse in Betrieb nehmen, Leinen straff halten, warten bis die Schleusentore sich öffnen

Aufwärts schleusen

Leinen lösen und ordentlich aufrollen, langsam aus der Schleuse fahren

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