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Gerlinde Ruff Karin Kneissl
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Reiseberichte - Venedig - Gruppenreise
 
Reisebericht Gruppenreise Lagune von Venedig 11.4. – 17.4.2009
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Ein Teil der Gruppe trifft sich schon am 10.4. also am Karfreitag in Chioggia – wir sind insgesamt 16 Personen auf 3 Booten – 8 Personen auf der Penichette 1500 FB und je 4 auf den Europa 400. Eine interessante Mischung von so unterschiedlichen Persönlichkeiten und die Gemeinsamkeit: Bootfahren in der Lagune von Venedig.
Venedig Seit 3 Jahren machen wir solche Reisen auf der Mecklenburgischen Seenplatte und immer hat alles prima geklappt, so unterschiedlich die Mitreisenden an Bord auch waren. Dieses Mal gibt es noch eine Steigerung: auf dem größten Schiff gibt es auch 15 - jährige Jugendliche. Die gute Nachricht: es hat alles perfekt geklappt, wie man sieht. Nach der ersten Nacht an Bord Sonne pur – die Wettervorhersage stimmt doch nicht juhuh!

Aber vor dem Losfahren bekommen wir noch die Einweisung und müssen für die ganze Zeit einkaufen. Venedig Also machen wir uns auf den Weg zum Supermarkt. Es dauert ziemlich lang bis wir für jeden Geschmack das passende gefunden haben: Auspacken, verteilen, in die Schränke verstauen puuhh geschafft. Jetzt kann es losgehen, wir wollen vor dem Abendessen noch eine Runde nach Pellestrina drehen. Die erste Ausfahrt nach der Einweisung, um uns mit den Booten vertraut zu machen.


Venedig Bei strahlendem Sonnenschein tuckern wir los – wer hätte das gedacht.






Venedig Heute Abend hat uns Laura (die Tochter des Basisleiters) das Lokal Aurora in Sottomarina empfohlen. Es ist sehr gut, nur etwas weit zu Fuß und da wir uns entschieden haben, wie üblich in Italien, auf eine gemeinsame Rechnung zu bestellen, haben wir keinen Stress mit der Bedienung – Jenny hat dann die Aufgabe alles am nächsten Tag auseinander zu dividieren – Keine leichte Aufgabe wie man sieht!



Venedig Am Ostersonntag geht es endlich los. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Osterhasen und Eierlikör – das fängt ja gut an – stechen wir endlich in See. Unser erstes Ziel ist nochmals Pellestrina – unsere Mädels wollen unbedingt an den Strand und ins Wasser.



Venedig Nach einem kurzen Strandbesuch – das Wasser ist doch noch etwas frisch – geht es weiter in Richtung Venedig. Nach ungefähr 3 Stunden sehen wir schon den Campanile von San Marco und es gibt plötzlich dichten Verkehr – was für Wellen so ein kleines Wassertaxi machen kann! Hansjörg am Ruder der Penichette 1500 FB findet es ziemlich aufregend aber Gerhard macht den "Steuerberater" und gibt sehr viel Sicherheit.

Venedig Da heute Ostersonntag ist, möchten wir auf keinen Fall nach Venedig (wegen der "Touristenflut"), sondern erst mal in Ruhe vorbeifahren und den Blick auf San Marco genießen. Wir fahren auch am Canal Grande vorbei – dort ist die Durchfahrt für Hausboote strengstens verboten! Auf dem Canal della Giudecca sehen wir am Horizont ein überdimensional großes Kreuzfahrtschiff (höher als die Venezianischen Palazzi) – das wollen wir uns genauer ansehen und steuern in Richtung "Stazione marittima". Hier liegt es vor Anker: das gigantische Kreuzfahrtschiff MS Musica – wir kommen uns winzig klein vor und sind uns alle einig: wir wollen keinen Urlaub in "Käfighaltung".
Nach der Ehrenrunde im Hafen umschiffen wir die Insel La Guidecca. Dort entdecken wir die Venezianische Müllabfuhr – heute am Ostersonntag natürlich nicht in Betrieb – die kleinen grünen "Müllboote" parken alle schön in Reih und Glied. Na klar, auch in Venedig muss der Müll weggebracht werden.
Am unteren Ende der Insel gibt es einen kleinen Kanal, der wieder in Richtung San Marco führt. Wir wollen wieder auf dem "Bacino de San Marco" – also auf der großen "Autobahn" nach Vignole unserem abendlichen Anlegeplatz. Heute wird gekocht, denn es war nicht klar, ob eines der beiden Lokale schon offen hat.

Venedig Nach gemeinschaftlicher, hochkonzentrierter "Küchenarbeit" gibt es für alle 16 Personen ein schwäbisches Essen "Maultaschen mit Kartoffelsalat" auf der Penichette – es ist nun mal das größte Schiff mit "Sofa": es gibt an DeckTeakmöbel mit dicken, bequemen Polstern – es ist zwar etwas eng aber dafür umso lustiger.


Venedig Am nächsten Morgen müssen wir auf Gerhards Geburtstag anstoßen. Er bekommt viele gute Wünsche, Blumen und etwas Süßes.





Venedig Danach wird noch Wasser getankt – wer weiß, wann wir wieder eine Möglichkeit finden. Murano ist unser nächstes Ziel – geplant ist ein halber Tag für die tollen Läden. Wieder sind wir auf einer ziemlich befahrene Strecke. In Murano ist es mit dem Anlegen etwas kompliziert und der "Seegang" gibt uns den Rest – wir legen links an den Glasfabriken an. Da wir nicht ganz sicher sind, ob wir da für 2 – 3 Stunden bleiben können, gibt es auf einem Boot eine "Notbesatzung".
Unsere Mitreisenden kommen zufrieden und mit schönen Geschenken aus Glas zurück. Heute wollen wir in Burano anlegen, dort hat der Vermieter eigene Plätze. Am frühen Nachmittag als alle wieder da sind, stechen wir in See. Die Kanäle, die wir passieren sind recht breit und es ist wieder einiges los.

Venedig Nach kaum einer halben Stunde Fahrt sehen wir schon den schiefen Kirchturm von Burano und die grellbuntbemalten Häuser. Anlegen ist etwas aufwändig, denn es sind schon viele Boote da und wir haben nur eine kleine Lücke – die beiden Europa-Boote müssen ein "Päckchen" bilden.
Im Zentrum finden wir ein Lokal für das Abendessen – als Aperitiv gibt es unser Lieblingsgetränk "Spritz" Aperol, Weisswein und Mineralwasser, danach Tintenfisch in eigener Tinte oder Pasta - alles schmeckt vorzüglich.

Venedig Am nächsten Morgen gehen 3 Männer einkaufen und haben, wie man sieht, große Mühe, die Einkäufe zu verteilen.





Venedig Heute soll es nun endlich nach Venedig bzw. nach San Giorgio gehen (das ist der Hafen direkt gegenüber des Markusplatzes) – wir haben gewartet bis die Feiertage vorbei sind und hoffen heute auf weniger Betrieb. In der Preisliste der Hafengebühren, die sich in den Unterlagen des Bootes befindet, steht ein horrender Preis pro übernachtung -je 120 Euro für die Europa und 180 Euro für die Penichette - deshalb halten wir nochmals „Kriegsrat“. Doch alle wollen dieses Panorama einmal erleben – also Leinen los in Richtung Venedig.

Venedig Die Fahrt von Burano nach Venedig dauert höchstens 1 Stunde – wir fahren den gleichen Weg über Murano nach San Giorgio. An der Hafeneinfahrt sehen wir den Hafenmeister und versuchen ihm klar zu machen, dass wir 3 Plätze brauchen. Er weist uns ein – die Penichette gleich vorne und die beiden Europas weiter hinten – dann stellt er fest, dass wir wohl zusammengehören – also wieder raus aus der engen "Parklücke" und alles von vorn. Gerhard findet das gut, denn er liebt solche Herausforderungen. Als wir dann alle richtig stehen, verhandeln wir mit dem Hafenmeister und er lässt sich überreden, dass wir am nächsten Tag bis 15 Uhr dableiben dürfen. Das ist toll, denn dann haben wir mehr Zeit Venedig zu entdecken.

Venedig Jetzt können wir diesen außergewöhnlichen Anlegeplatz ausgiebig genießen – ein paar Meter entfernt ist eine Vaporetto-Haltestelle, eine Station weiter ist San Marco. Jeder kann nun das machen was ihm beliebt entweder gleich stadtfein ins Vaporetto und ins Getümmel oder sich an der schönen Aussicht an Bord beim Sonnenbaden erfreuen.


Venedig Hinterher sind wir uns alle einig: In Venedig "lauert" hinter jeder Ecke, hinter jeder Brücke eine überraschung - diese Stadt ist einfach eine „Sensation“. Sehr schön ist eine Fahrt mit dem Vaporetto von San Marco zur Rialto Brücke auf dem Canal Grande oder natürlich klassisch eine Gondelfahrt- wir haben 80 Euro für 40 Minuten bezahlt. Es hat sich gelohnt, obwohl der Gondoliere nicht gesungen hat.

Venedig Am Mittwochmorgen ist das Wetter immer noch traumhaft und wir machen alle noch mal eine Fahrt mit dem Vaporetto, um die Zeit in Venedig vollständig auszukosten. Nachmittags sitzen wir an Bord unserer Boote und warten auf den Rest der Crew. Es kommen viele Touristen vorbei und wir fühlen uns schon sehr privilegiert auf unserem Schiff. Nachmittags um 15 Uhr rufen wir den Hafenmeister an, damit er zum kassieren kommt – es ist doch nicht ganz soviel wie in der Preisliste stand, aber immer noch genug – je 90 Euro für die beiden Europa-Boote und 125 Euro für die Penichette.

Venedig Unsere Anlegestelle für den Abend ist San Francesco del Derserto: das ist eine Klosterinsel mit einem Franziskaner-Kloster in dem noch 6 Mönche leben – es gibt einen schönen kleinen, romantischen Hafen mit der Möglichkeit Wasser zu tanken.



Venedig Heute ist wieder Kochen für 16 Personen angesagt, Theda, Gerlinde und Gisa melden sich freiwillig. Es klappt alles perfekt und wir werden - bevor alle verhungert sind – rechtzeitig fertig. Es gibt Pasta mit 3 verschiedenen Soßen und Salat. Es schmeckt vorzüglich und alle werden satt.
Es ist ein schöner, gemütlicher Abend – da es kühler wird und die Stechmücken (sehr ungewöhnlich für die Jahreszeit) überhand nehmen, gehen wir dann doch rein und feiern unter Deck weiter.

Am nächsten Morgen unserem letzten Tag wollen wir noch ein Stück in den Brentakanal bis Malcontenta fahren – das ist die erste Venezianische Villa in Richtung Padua. Wir werden eine Schleuse passieren.

Es ist etwas diesig als wir losfahren, aber nach dem immer schönen Wetter ist das eine willkommene Abwechslung. Venedig Unser letzter Tag ist angebrochen. Alle finden es schade, denn jetzt sind wir ein eingespieltes Team. Wir sitzen an Deck und genießen in dicke Jacken eingepackt das letzte Mal die Fahrt an San Marco vorbei. Heute will Jenny ans Steuer. Sie macht das toll und ist fit für den Bootsführerschein, den sie unbedingt mit 16 Jahren machen will.



Venedig Noch ein letzter Blick auf Venedig, denn jetzt geht es in Richtung Fusina – dort ist unsere erste und einzige Schleuse. Ein netter, gesprächiger Schleusenwärter freut sich, dass wir kommen – es scheint noch nicht so viel los zu sein. Es passen nicht alle Boote in die Schleuse – eine Europa 400 muss warten bis zum nächsten Schleusengang. Wir fahren dann noch auf dem Brentakanal – eine ganz andere Landschaft als die Lagune. Eine Reise voller Gegensätze! In Malcontenta legen wir an und möchten die Villa besichtigen. Dort stellen wir enttäuscht fest, dass sie erst am 1.Mai wieder geöffnet wird. Schade!

Venedig Als Rückweg nach Chioggia nehmen wir den Canal Malamocco – es regnet inzwischen, deshalb steuern wir von innen. Da der Kanal sehr breit ist, geht das gut. Auf diesem Wasserweg kommen uns allerdings auch ziemlich große Frachtschiffe entgegen.



Venedig Am Abend im Restaurant Aurora finden wir alle, dass es eine tolle Reise war und wir das wieder machen möchten – nächstes Jahr an Ostern, wahrscheinlich in der Camargue.

Reisebericht Venedig für Gruppen im PDF-Format