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Gerlinde Ruff Karin Kneissl
Gerlinde RuffKarin Kneißl
Seit 1994 gibt es die Agentur Ruff Bootsreisen. Bei uns werden Sie individuell und persönlich beraten.
Wir werden alles tun, um das optimale Boot und die richtige Bootstour für Sie zu finden.
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Hausboot-Kalender zum Ausdrucken

Kalender
Reiseberichte - Venedig
 
Reisebericht mit derEuropa 400 in der Lagune von Venedig
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Vom 25.Oktober 2008 bis 01. November 2008 ab/bis Chioggia 2 Erwachsene, 2 Kinder, 1 Hund

Samstag, 25. Oktober 2008

Wir starten morgens um 5.30 Uhr von Stuttgart, fahren über München – Innsbruck- Brenner – Bozen – Padova und treffen ca. um 15.00 Uhr in Chioggia ein.(Gesamtstrecke ca. 800 km, Maut 8,- & 19,-Euro & Vignette) Das Wetter ist super: Sonne und 20 Grad. In Chioggia ist trotz Siesta reger Verkehr, enge Straßen und viele Brücken.
Auf der unserer Suche nach der Basis ist gleich ein älterer zahnloser Mann zur Stelle und versucht uns auf einen Parkplatz zu lotsen. Venedig Er gibt uns dann aber für 1 Euro die richtige Auskunft. Die Basis entdecken wir dann schnell, weil wir die Europa liegen sehen.
Direkt an einer belebten Straße und gegenüber dem Busbahnhof ist da mächtig was los und nur schwer ein Parkplatz zu bekommen. Wir parken an der Bushaltestelle.
Laura begrüßt uns sofort und zeigt uns das Boot. Sie erklärt uns die Route und die „italienischen Regeln“ und wir erledigen den Papierkram. Danach erklärt uns Paolo das Boot und wir fahren eine kurze Teststrecke. Um das Auto auf den umzäunten Parkplatz zu bringen, begleitet uns ein Mitarbeiter. – Der Parkplatz ist ca. 1 km von der Basis entfernt. Der nächste Supermarkt ist aber gleich in der Nähe (nur über die Brücke), ca. 150m – Wir kaufen ein.(Sonntags geschlossen, Siesta bis 16.30 Uhr) Wir fragen Paolo nach einem Restaurant und er empfiehlt uns eines in der Nähe, welches dann auch wirklich recht gut ist (ich hab den Namen vergessen) und wir dürfen sogar unseren Hund mit rein nehmen. Übernachtung in Chioggia. Trotz der belebten Straße ist es an Bord ruhig.
Hinweis für Hundebesitzer: in der Nähe der Basis gibt es kaum ein Stück Wiese oder Erde, man muss ein Stück entlang der Lagune laufen um dort einen Parkplatz aufzusuchen. Für den Hund und den Parkplatz haben wir keine zusätzlichen Gebühren bezahlen müssen.
Wir haben die Cygnus und das Boot ist immer gut bewacht

Sonntag, 26. Oktober 2008 (Fahrzeit ca. ½ Stunde)

Es wecken uns die Sonne und der Straßenverkehr. Wir frühstücken an Bord, Paolo begrüßt uns durchs Fenster und ist uns auch beim Ablegen noch behilflich. Unsere erste Strecke halten wir sehr kurz, weil die Kinder natürlich gern zum Strand wollen. Die empfohlene Anlegestelle (gegenüber von Biccola 176) gefällt uns nicht: große Mauer und gleich daneben eine Firma, die nicht einladend aussieht. Also fahren wir weiter nach Pellestrina und versuchen in der Nähe der Kirche festzumachen. Das gelingt nicht auf Anhieb – im nach hinein ist uns klar: die Strömung hat uns immer wieder vom angepeilten Pfahl weggetrieben. Aber nach ein paar Ehrenrunden und mit ein paar belustigten Zuschauern gelingt es uns rückwärts anzulegen. Der Strand ist nicht besonders sauber, aber das stört uns nicht. Die Kinder und unser Hund fühlen sich pudelwohl und spielen völlig selbstvergessen. Wir versuchen in einem Restaurant direkt an den Anlegestellen der Lagune Essen zu gehen, werden aber weggeschickt weil alles reserviert sei. Wir beobachten wie andere Hausboote anlegen und die Leute problemlos einen Platz bekommen. Das Problem war offensichtlich unser Hund. Für uns aber kein Problem: Wir kochen an Bord Spaghetti und lassen es uns auf dem Sonnendeck schmecken.
Die Nacht ist etwas unruhig, weil der Kanal rege befahren ist und so schaukelt das Boot ordentlich. Liegeplätze kostenlos, kein Wasseranschluß, kein Landstrom, Wasser vorhanden.

Dienstag 28. Oktober 2008

Wir fahren um 9.47 Uhr mit dem Vaporetto nach Murano (ohne Ticket – auf Vignole gibt es keine Verkaufsstelle, evt. schon vorher bei Paolo kaufen) Auf dem Fahrplan in Vignole ist F.te Nove auf Venedig ausgeschrieben, aber wir müssen in Murano, Faro aussteigen. Hier laufen wir nach Colonna, wo es eine Ticket-Verkaufsstelle gibt.
Venedig Einfache Fahrt ca. 6 Euro pro Person, 6 Stunden 12 Euro pro Person, 12 Stunden 14 Euro pro Person, 24 Std. 16 Euro pro Person, Kinder bis 3 Jahre frei, größere Hunde, die man nicht in eine Tragetasche packen kann benötigen einen Maulkorb – unseren Hund, groß und schwarz, hätten sie ohne Maulkorb nicht mitgenommen. Fahrzeit nach Venedig zum Markusplatz ca. 20 min.
Wir laufen durch Venedig, fahren viel Vaporetto, essen an der Rialtobrücke Pizza und staunen.....
Es sind sehr viele Leute unterwegs an diesem Tag und an allen Kirchen und Museen stehen Schlangen. Für unsere Kinder ist dieser Tag sehr anstrengend und für unseren Hund, der kein Stadtleben gewohnt ist, nicht sehr angenehm. Wir fahren mit dem Vaporetto bis zur Piazzale Roma, gehen hier noch ein Stück spazieren, Eis essen, Kaffee trinken,... (hier ist es nicht so voll) und fahren dann mit dem Vaporetto wieder über Murano nach Vignole zurück. Als wir zum Boot kommen ist unsere Batterie leer. Wir lassen den Motor etwas laufen, dann funktioniert das Licht. Mit dem Wetter hatten wir Glück: Jetzt fängt es zu regnen an. Noch eine ruhige Nacht auf Le Vignole.

Mittwoch 29. Oktober 2008 (Fahrzeit ca. 3 Stunden)

Nach dem Frühstück wenden wir (die Brücke ist bei Flut zu niedrig, auch bei Ebbe sollte man nicht durchfahren, weil es davor eine Untiefe gibt), machen wir unseren Wassertank sicherheitshalber wieder voll und fahren dann nach Venedig in den Bacino di S. Marco und dann weiter in den Canale della Guidecca und zurück nach S. Giorgio. Wir genießen die Kulisse, sind aber voll beschäftigt ständig auszuweichen, uns begegnet alles vom kleinen Motorboot bis hin zur großen Fähre und Schleppern. Viele fahren mit hoher Geschwindigkeit und wenig Abstand – wir werden ganz schön durchgeschüttelt. Venedig Wir genießen, sind dann aber auch froh als es um uns herum wieder etwas ruhiger wird. Vorbei an der Müllhalde haben unsere Kinder den größten Spaß die Möwen vom Boot aus zu füttern. Weiter fahren wir wieder um Le Vignole den Canale delle Navi, la Bissa und legen gleich an der Spitze von S.Erasmo an. Hier machen wir Mittagspause und lassen den Kindern und dem Hund etwas Bewegung. Dann fahren wir weiter nach Francesco del Deserto und überlegen, ob wir hier anlegen – entscheiden uns dann aber doch für Burano und fahren weiter. Leider fängt es jetzt richtig an zu Regnen. Wir legen in strömendem Regen in Burano problemlos an. Der Regen beruhigt sich aber dann schnell, so dass wir uns die schöne Insel noch anschauen können. Am späten Abend gibt es ein Gewitter und es fängt an zu stürmen. Wieder eine sehr unruhige Nacht. (in Francesco del Deserto wäre es bestimmt geschützter gewesen), Liegeplatz kostenlos, ohne Wasser, ohne Landstrom.

Donnerstag 30. Oktober 2008 (Fahrzeit ca. 4 Stunden)

Morgens ist es noch sehr windig, so dass wir uns Gedanken machen, ob wir überhaupt Boot fahren können, aber der Wind legt sich dann bald. Auf der Suche nach einem Bäcker merken wir, dass morgens ganz andere Läden geöffnet haben, als am Vorabend. Jetzt sehen wir einen Supermarkt, einen Gemüseladen, etc. – da wo am Abend nur Spitzen und Glas zu kaufen waren. Wir haben Flut und in Burano sind einige Fußwege überschwemmt. Das Ablegen ist etwas schwierig, weil die Strömung und der Wind hier sehr stark sind. (Wir müssen wenden – die Brücke kann man nicht durchfahren – sie ist zu niedrig)
Wir fahren nach Torcello, dann zurück vorbei an Burano und Francesco del Deserto und wählen für die Rückfahrt die gleiche Strecke in der Nähe der Inseln, um etwas windgeschützter zu fahren. (Alternative Canale Scomenzera S. Giacomo durch die Lagune)
Venedig In S. Erasmo machen wir vor dem Supermarkt fest (rotes Haus an der Kirche, kann man nur als Supermarkt idendifizieren, wenn dieser geöffnet ist) und genießen unser Mittagessen noch mal bei Sonne auf dem Deck. Das Wetter ändert sich sehr schnell – uns verfolgen dunkle Wolken. Wir fahren vorbei an Vignole, S. Elena kreuzen den Canale di S. Marco mit viel Verkehr, Alberoni nach Portosecco. Auf dieser Fahrt haben wir durch das Wetter gigantische Bilder mit tollen Farben. Wir machen in Portosecco fest, weil unsere Kinder unbedingt noch einmal zum Strand wollen – Trotz des Wetters. Abends macht sich ein Italiener einen Spaß daraus uns zu ärgern: Er fährt mit voll Speed dicht an uns vorbei – es wackelt bedrohlich, Geschirr geht zu Bruch. Und weil es so schön war – gleich gewendet und noch mal vorbei!!!!
Dort fanden wir das nicht so lustig. Auch morgens werden wir vom schaukeln geweckt.

Freitag 31. Oktober 2008 (Fahrzeit ca. ¾ Stunde)

Es regnet. Wir gehen trotzdem zum Strand und fahren dann zurück nach Chioggia.
Dort parken wir rückwärts zwischen zwei Pfählen perfekt ein..., aber die Lücke ist zu eng für uns, also noch mal......!!!
Wir richten unsere Sachen und das Boot. Gehen in Chioggia noch ein bisschen spazieren und shoppen. Essen wieder zu Abend in dem gleichen Restaurant und genießen den ! Landstrom.
Trotz Straße eine ruhige Nacht. Venedig-Sonnenuntergang

Samstag 01. November 2008

9.00 Uhr wir übergeben das Boot. Wir berichten von dem kaputten Geschirr - die Antwort: das ist normal und passiert sehr oft. Trotz einiger Leute, die heute nach Hause fahren, ist das Beladen der Autos und die Übergabe der Boote kein Problem.
Wir starten die 800 km Heimweg.

Es war eine tolle Woche!



Reisebericht Venedig im PDF-Format