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Gerlinde Ruff Karin Kneissl
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Kalender
Reiseberichte | Canal de Bourgogne
 

Eine Bootfsahrt im Burgund
3 Frauen, 48 Schleusen in 4 Tagen


Start / Ziel

Pontailler - Pontailler

Schleusen

48

KM

122

Besonderheiten

Der Canal de Bourgogne ist nicht so spannend - dafür Dijon um so mehr!


Gründonnerstag 28.3.02

Eigentlich wollten wir wir zu fünft gehen dieses Jahr - aber 2 der Teilnehmerinnen haben kurzfristig abgesagt - auch egal, zu dritt haben wir an Bord einfach mehr Platz. Nach einer "staulosen" Fahrt  (genau 4 Stunden) kommen wir ziemlich entspannt am ca. 15 Uhr in Pontailler an.

Das ist unser Boot:

Eigentlich wollten wir dieses Mal nach Norden die "petite Saône" fahren, aber das este Schleusentor wurde gerade noch repariert, deshalb müssen wir nach Süden fahren und unser neues Ziel ist Dijon - der Canal de Bourgogne. Ca. 17 Uhr kommen wir weg und fahren noch
1 Stunde nach Süden und legen an einem "lauschigen" Plätzchen an. Es gibt ein prächtiges Abendessen und wir fallen todmüde um 22 Uhr ins Bett.

Karfreitag 29.3.02

Nach einem gemütlichen Frühstück starten wir um 10 Uhr bei herrlichem Sonnenschein....es geht weiter bis Auxonne. Nach der esten automatischen Schleuse - die wir mit Bravour gemeister haben - kommt die nette französische Kleinstadt Auxonne. Wir legen an...alles kein Problem ...und machen einen Bummel in das Stadtzentrum. Am Platz vor der Kirche ist Markt ...es gibt Klamotten, künstliche Blumen, Hausrat, CDs und aus den Lautsprechern ertönt Popmusik. Wir machen einen Rundgang und gehen dann in die Kirche...Welch ein Kontrast!! Diese Stille im Halbdunkel der schönen alten Kirche. Es gibt schöne bunte Glasfenster und viele Blumen am Kreuz. Wir zünden eine Kerze an und gehen langsam hinaus in das quirrlige Leben einer französischen Kleinstadt.

Auf dem Weg zum Boot finden wir eine Kneipe...dort trinken wir einen "Kir au vin blanc" ...der ist so stark, dass wir alle von einem Mittagsschläfchen träumen. Kurz bevor wir gehen wollen, kommen junge leute mit leckeren Sandwiches in das Lokal. Wir fragen nach deren Quelle und kaufen auch welche....sie schmecken sooooo gut! An Bord angekommen, kochen wir Kaffee und "knallen" uns in die Sonne. Sogar meine kurzen Hosen habe ich eingepackt und kann sie jetzt schon anziehen. Tolle Erholung pur!

Um 15 Uhr beschliessen wir gemeinsam, wohin wir die nächsten Tage fahren wollen: Canal de Bourgogne bis Dijon und wieder zurück. Das sind 22 Schleusen ab St. Jean de Losne und das werden wir gerade schaffen in den restlichen 3 Tagen.

Wir starten nach Süden und biegen in St.Jean de Losne in den Canal de Bourgogne ein. Kein Schleusenwärter da...irgendwann kommt er dann doch und signalisiert uns, als wir uns verabschieden wollen, dass er uns jetzt 4 Schleusen lang begleitet.

Zwischen der 5. und 6. Schleuse legen wir zum übernachten an. Melanie kocht uns einen herrlichen Brokkoli-Kartoffel-Auflauf und danach gibt es frische Erdbeeren. Auch an diesem Abend fallen wir um 22 Uhr todmüde in die Koje.

Ostersamstag 30.3.02

Auch heute starten wir kurz vor 10 Uhr....das Wetter ist trüb aber trocken und wir haben 16 Schleusen vor uns...die wollen wir heute passieren und die Nacht im Hafen von Dijon verbringen. Bis zur Mittagspause schaffen wir 5 Schleusen und müssen dann eine Zwangspause einlegen...es gibt einen herrlichen Salat mit frischen französischen Käse und Baguette.

Nachmittags gab es einen kleinen Zwischenfall an einer Schleuse...wir verlieren fast einen Pfänder und Dorothea springt ziemlich spektakulär an Land, um den Ballon zu retten. Es sah verdammt gefährlich aus und Dorothea muss anschliessend unser "Geschimpfe" aushalten.

Kurz vor Dijon - die 12 Schleusen haben wir perfekt passiert - kommt dann doch noch die Sonne heraus und wir laufen um ca. 18 Uhr im Hafen ein. Mit großer Anspannung kommt das Einparkmanöver und auch das klappt hervorragend. Dann Leinen festmachen, Stromkabel anschließen, Anlegegebühren bezahlen und dann ab in die Stadt. Dijon ist eine lebendige, schöne, kulturell interessante Stadt. Wir finden ein schönes Lokal mit Crepes in allen Varianten mit einem Weisswein aus der Region - ein Genuss!

An Bord zurück gibt es noch eine herrliche Dusche - jeden Tag machen wir diesen Aufwand nicht - aber heute haben wir Wasseranschluss. Hinterher fühlen wir uns wie neugeboren.

 Ostersonntag, 31.03.2002

Strahlender Ostersonntag - wir frühstücken gemütlich mit herrlich frischem Baguette und heissem Kaffee. Ablegen im Hafen von Dijon jetzt müssen wir die 22 Schleuden abwärts passieren - wir haben viel vor. Wir machen mit dem Boot eine Runde um die Insel und finden eine offene Schleuse vor. 

Die ersten beiden Schleusen gehen zügig das Wetter ist sehr schön...allerdings kommt dann ein Hinderniss das wir erst am Abend überwinden können...ein dickes Hotelboot schleust vor uns und wir müssen warten bis es fertig ist...die Schleuse wieder voll gelaufen....eine echte Behinderung aber wir haben genügend Zeit und wir sind nicht auf der Flucht! Da wir nicht registriert haben, dass heute Zeitumstellung war, sind wir einfach 1 Stunde zu spät losgefahren...um 9 Uhr hätte es geklappt, dass wir vor diesem Boot durchgekommen wären...

Nach weiteren 2 Schleusen ist Mittagspause und wir bleiben in einer vollen Schleuse in toller Sonne. Um 13 Uhr geht es weiter und endlich um 18 Uhr können wir das Boot überholen...puuh

Da die Schleusen nur bis 19 Uhr offen haben, schaffen wir heute unser Ziel, den Hafen von St.Jean de Losne nicht. Aber auch egal wir suchen uns ein schönes Plätzchen mitten in der Landschaft und legen an. Nachdem das Boot gut festgemacht ist, machen wir es uns für den Abend gemütlich.

Ostermontag 1.4.02

Am Morgen schaffen wir die 4 Schleusen des Canal de Bourgogne noch und fahren in den Hafen von St.Jean de Losne bei strahlendem Sonnenschein ein. Melanie parkt perfekt rückwärts in eine kleine Parklücke und ist mächtig stolz darauf - da ja unser Bugstrahlruder nicht funktioniert - aber wenn man etwas Erfahrung beim  Boot fahren hat,  benötigt man bei diesem Boot nicht unbedingt eines.

Wir legen an und machen uns auf den Weg in die kleine Stadt....eigentlich wollen wir etwas einkaufen aber leider haben alle Läden zu. Wir finden ein nettes kleines Lokal direkt an der Saône und setzen uns gemütlich in die Sonne. So lässt es sich leben und das an Ostern. Dieses Jahr haben wir einfach Glück mit dem Wetter.