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Gerlinde Ruff Karin Kneissl
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Kalender
Reiseberichte | Briare
 

    Briare - ein toller Start für eine 2-wöchige Bootsreise


Start / Ziel

Briare - Nevers - Briare - St.Mammés/Seine - Briare

Schleusen

 

KM

 

Besonderheiten

Sancerre, Metall-Brücke in Briare, Brücke über die Allier, Rogny-les-sept-Ecluses, Montargis - mit kleinen Kanälen, Nemours, die Seine....sehr abwechslungsreich


18.8.03

Gerd, Franziska und die Kinder Philipp und Lena kommen etwas später an als geplant. Der Internet -Routenplaner in Straßburg ist wegen verwirrender Auskünfte Schuld an einer einstündigen Verspätung. Gerlinde und Jenny sind schon da, denn sie sind schon einen Tag früher gefahren und haben unterwegs übernachtet. Endlich um kurz nach 16 Uhr sind alle eingetroffen und das Einpacken und Einkaufen kann beginnen.

Allerdings mussten wir mit dem Losfahren bis 19:30 Uhr warten, bis wir endlich dran waren mit der Einweisung.

Das hat gerade gereicht 3mal (Gerd, Franziska und Gerlinde haben abwechselnd gesteuert) über die bekannte Kanalbrücke, von Eiffel 1890-1894 gebaut und 168m lang, zu fahren und auf der anderen Seite einen supertollen Anlegeplatz zu ergattern.

Mit dem Tisch und den Stühlen an Land kommt richtig Urlaubsstimmung auf. Es wird ein toller romantischer Abend mit Blick auf die beleuchtete Kanalbrücke.

19.8.03

Gemütliches Frühstück mit Brötchendienst Gerlinde. Wir lassen uns Zeit - dieses Mal haben wir ja 2 Wochen also keine Hektik vor allem nicht morgens.... die Erholung kann beginnen

Es geht flussaufwärts Richtung Sancerre. In Mambray kommt die erste Schleuse - für uns "Profis" kein Problem - wir passieren sie mit Bravour. Es kommen noch 4 weitere Schleusen an diesem Tag, dazwischen immer einige Kilometer gemütlich Kanalfahrt. Ein gemütlicher Eingewöhnungstag mit toller Sonne - immer wieder ein kleines Sonnenschirmproblem - passt er nun unter der Brücke durch oder nicht? Aber auch das kriegen wir hin..... ein Besatzungsmitglied erhält den Posten "Schirmwächter" und muss entscheiden Schirm raus unter der Brücke oder nicht.

Ab und zu kommt ein großes Hotelboot entgegen, aber auch das kann uns nicht aus der Ruhe bringen. Wir sind halt schon ein eingeübtes Team.

Die Kinder werden sich nicht so ganz einig, wer in der Schleuse, welche Aufgabe übernimmt. Um Streitereien zu vermeiden, schlagen wir vor einen Plan erstellen. Dieser Plan wird im Boot in der Nähe der Tür aufgehängt und jeder kann klar erkennen, was er, wann zu tun hat. Insgesamt ein sehr gelungener Tag mit einem netten Hafen in der Nähe von Sancerre. Wir beschließen auf der Rückfahrt von Nevers - das soll der Umkehrpunkt der ersten Woche sein - einen Besuch des Städtchens Sancerre.

Im Hafen angekommen schwingen sich Gerd und die Kinder auf die Räder und erkunden den Ort und die Umgebung. Wieder nehmen wir den Rat der Frau in der Basis an, und bauen unseren Tisch neben dem Boot unter einem Baum auf. Abendessen gibt es draußen. Die Krümel die runterfallen sind dann schon entsorgt!!

20.4.03

Wer ist morgens als erste wach - Jenny natürlich also zieht sich Gerlinde auch an und sucht mal wieder den Bäcker. Gerd ist der Meinung, dass rechts vom Boot eine Brücke ist und das wohl der Weg in die Stadt in Richtung Bäcker wäre. Auf dem Rückweg vom Bäcker stellt sich allerdings heraus, dass das wohl 2 km Umweg waren. Wieder mal etwas für die allgemeine Fitness von Gerlinde getan.

Wieder frühstücken wir draussen - seeehr gemütlich - genießen die Morgensonne und lassen uns mit dem Ablegen Zeit. Gegen 10 Uhr 30 kommen wir los. Da das Wetter heute nicht so toll ist, entfällt das "ekelige Eincremen" der Kinder. Es regnet ganz wenig. Gerlinde meldet sich freiwillig ans Steuer - es ist so toll mal ein paar Regentropfen abzukriegen - auch wenn es nicht wirklich viele sind. 

Der Rest der Besatzung ist drinnen und spielt oder bastelt. Irgendwann macht einer ein Mittagessen , das wir dann etwas provisorisch mit Teller auf den Knien einnehmen - der Tisch war mit all den Spiel und Bastelsachen voll belegt und draußen ist alles nass

Heute passieren wir wieder 7 Schleusen. Das Wetter wird im Laufe des Tages wieder besser und abends finden wir einen schönen kleinen Hafen nach einer Doppelschleuse - Marseilles les Aubigny heißt er. Dort ist es sehr nett. Gegenüber ist die Bar, der Bäcker und eine kleiner "Gemischtwarenladen". Wir erleben hautnah das Dorfleben. Direkt an der Anlegestelle sind festinstallierte Tische. Wir beschließen dort zu essen. Mit einer "Kette" für das Geschirr ist der Tisch im Nu gedeckt. Noch besser an diesem Abend, denn wir müssen nicht einmal unsere Möbel vom Boot holen.

21.8.03

Morgens zum Bäcker zu gehen ist sehr einfach....über die Schleuse und schon ist man da. Wie immer gibt es leckeres frisches Brot und Croissants. Die Kinder nehmen die Einkäufe mit aufs Boot und ich mache noch einen Spaziergang an die Loire. Sie hat sehr wenig Wasser. Wir frühstücken auf unserem Picknicktisch. Es ist einfach toll: die Krümel fallen auf den Boden und nicht auf das Boot..

Heute hab en wir nur 7 Schleusen vor uns - aber eine bauliches Kleinod. 1 Doppelschleuse und eine Brücke über die Allier - das ist ein Nebenfluss der Loire. Kurz vor der Mittagspause kommen wir davor an. Also Anlegen und auch Mittagspause machen. Gerd und Franziska erkunden mit Lena die Brücke und machen schon mal ein paar Bilder. Um 13 Uhr wird es spannend - denn die Schleuse ist so richtig hoch. Wir fahren rein und der Schleusenwärter kommt mit einem Seil mit Haken vorne dran und nimmt unser Seil ab. Wir hätten mit Werfen keine Chance gehabt. An dieser Schleuse sind auch Zuschauer, die uns dann ansprechen. Es sind Deutsche die auch mal Bootfahren möchten und natürlich erhalten Sie Gerlindes Visitenkarte- denn wir haben ein "Fachfrau" an Bord.

Nach der 2.Schleuse, in die man direkt reinfahren  kann, kommt dann eine sehr schöne lange Brücke, diesmal gemauert und nicht aus Stahl wie in Briare.

Noch ein paar Schleusen dann sind wir in Nevers. Dort waren wir vor 2 Jahren schon mal. Wir legen an, bezahlen für die Nacht beim Hafenmeister - und ab in die Stadt.

Wir besichtigen die Kirche von Nevers. Sie wurde im 2.Weltkrieg fast vollständig zerstört und danach wieder aufgebaut.

Wir suchen einen Supermarkt, kaufen ein und schleppen die Mineralwasserflaschen mindestens 2 km zurück... das ist harte Arbeit...mit Fahrräder wäre es auch nicht besser gewesen, denn die haben keinen Gepäckträger.

Wir verbringen wie immer einen gemütlichen Abend an Deck diesmal mit Gitarrenmusik. Unser deutscher Nachbar hat eine dabei und spielt sehr schön.

22.8.03

So jetzt fahren wir wieder zurück - der Umkehrpunkt der ersten Woche ist schon da.

Wir fahren wieder über diese Brücke diesmal Gerlinde am Steuer. Gerd möchte von unten Bilder machen. Das ist ganz schön spannend über die enge Brücke und dann auch noch ein anderes Boot mit in der Schleuse. Aber wie alles schaffen wir das auch mit links

Heute wollen Fränzi und Gerlinde eine kleine Radtour machen. Gerd lässt uns auf der linken Seite des Kanals raus, weil da der Treidelweg ist. Wir fahren fröhlich los. Dann kommt eine Strasse irgendwie finden wir dass das ein besserer Weg ist und überqueren den Kanal. Wir sind einfach der Meinung dass der Treidelweg auch links entlang läuft. Es gibt auch einen Weg aber da gibt es Brennessel - die ersten Felder überstehen wir, aber es wird einfach nicht besser. Also drehen wir um und fahren auf der Strasse, die eher ein wenig wegführt vom Kanal. Endlich geht es wieder nach rechts und dann über eine Brücke. Und oje da steht unser Boot und Gerd wartet schon auf uns. Die Kinder sind losgeradelt um uns zu suchen. Sie haben sich schon Sorgen gemacht.

So jetzt kann es weitergehen. Gerd erklärt uns, dass es nur einen guten Treidelweg gibt und der dieses Mal rechts war. Etwas zerknirscht fahren wir dann "brav" auf dieser Seite. So jetzt geht es weiter auf diesem harten Holperweg. Wir kommen später an als gedacht und schon wieder Zeit zum Kochen. Vor allem, weil die Kinder früher ins Bett möchten!!! Sie haben vor am nächsten Morgen um 6 Uhr aufzustehen, um endlich einen Fisch zu fangen.

Wir sind sehr erstaunt, dass sie wirklich freiwillig um 20 Uhr im Bett sind

In Marseilles-les-Aubigny verbringen wir wieder einen sehr romantischen Abend mitten im Dorf. Der französische Wein schmeckt wunderbar.

22.8.03

Am nächsten Morgen klingelt um 6 Uhr das Handy....der Weckruf für unsere Kinder. Sie stehen auf und bewaffnen sich mit der Angel. Da Sie an meiner Kabine ihre Position eingenommen haben, höre ich ihr Anglergespräche hautnah. Alles ist zuerst ruhig. Dann plötzlich Hektik draußen, Philipp ruft nach Jenny, die gerade an Bord war. Er hat tatsächlich einen Fisch gefangen. Jenny holt unsere Salatschüssel und da kommt "Max" rein. Er bekommt noch etwas Tang und Pflanzen.

Jeder der so langsam aus der Koje "krabbelt", wird aufgeregt informiert und muss Max bewundern. Die Kinder haben schon beschlossen,, dass Max mit nach Hause ins Aquarium kommt. Nur mit Mühe können wir sie überzeugen, dass das wohl der kleine Fisch nicht überleben würde. Während des Frühstücks stellen die Kinder die Schüssel ganz nah ans Wasser, dass Max rausspringen kann. Aber er macht es nicht und wird dann doch wieder in die Freiheit entlassen.

Wir fahren weiter nach St.Thibault...dort haben wir auf der Hinfahrt schon übernachtet.

Am nächsten Tag wollen morgens schon früh mit den Fahrrädern los nach Sancerre.

23.8.03

Wir kommen wirklich um 10 Uhr los und schieben 1 Stunde den Berg hoch. Aber es lohnt sich wirklich wir haben eine tolle Aussicht. Das örtchen ist sehr schön und wir besuchen die Kirche. Jedes Kind darf eine Kerze anzünden. Auf dem Marktplatz kaufen wir ein Eis für die Kinder: 1,30 für eine kleine Kugel. Die Abfahrt macht dann richtig Spaß und wir kommen zufrieden im Hafen wieder an. Dann geht es wieder los.

Das ist noch eine ziemlich Strecke denn wir wollen wieder an der Kanalbrücke anlegen. Die Kinder sind fleißig an den Schleusen und helfen die Tore auf- und zuzukurbeln. Philipp macht mit seinem Rad eine Tour von Schleuse zu Schleuse. Gerd kocht und als das Essen Fertig ist, legen wir einfach an und genießen das tolle Essen.

Irgendwann kurz vor 19 Uhr kommen wir an unserem tollen Anlegeplatz an und was sehen wir dort. Da nimmt uns doch tatsächlich ein Hotelboot unseren tollen Platz weg. Also wenden und davor anlegen.

25.8.03

Heute nimmt Gerlinde das Fahrrad zum Bäcker, denn von diesem tollen Anlegeplatz sind es schon 2 km in die Stadt.

Nach dem Frühstück steuern wir den Hafen an denn wir bekommen für die 2.Woche neue Bettwäsche und außerdem nehmen wir dann das Auto zum Einkaufen. Bei diesem tollen Wetter haben wir einen immensen Mineralwasserverbrauch.

Nach dem Einkauf geht es in Richtung Norden weiter. Wir fahren an einem wild gestikulierenden Schleusenwärter vorbei. Wundern uns ein wenig was der denn will und erreichen die erste Schleuse - oje eine automatische Schleuse. Hätten wir bei dem Schleusenwärter doch anhalten sollen? Wir warten mal 20 Minuten aber da nichts passiert drehen wir um und fahren zurück. An dem Schleusenhäschen halten wir an und fragen mal nach. Wegen Wassermangel werden immer mehrere Boote zusammengeschleust oder man muss warten wenn von oben ein Boot kommt. Von oben kommt ein größeres Boot sagt er uns und wir sollen vorsichtig an dem vorbei fahren. Der denkt wohl wir haben keine Ahnung???

Also wieder zurück und da kommt uns auch schon dieser "Kahn" entgegen. Für uns kein Problem wir kommen gut aneinander vorbei. Dann geht es los mit einigen automatischen Schleusen hintereinander. Eine nette Schleusenwärterin begleitet uns einige Schleusen lang und nimmt immer mit einem seil mit Haken daran unser Seil, denn die Schleusen sind sehr hoch und ohne ihre Hilfe müsste einer von unserer Mannschaft an der Schleusentreppe hoch. Wir haben vor bis Rogny zu kommen.

Wieder ist es sehr spannend ob der Schirm unter der Brücke durchpasst oder nicht. Meist nehmen wir ihn sicherheitshalber raus. Aber da passiert das "unfassbare" in einer Schleuse wird der Schirm durch eine Windböe aus dem Ständer geblasen. Der Schleusenwärter fischt ihn raus - wir sind gerettet.

Kurz vor Rogny haben wir den höchsten Punkt des Kanals erreicht das heißt, dass wir jetzt wieder abwärts schleusen. Rogny ist ein nettes kleines örtchen und dort gibt es noch eine alte nicht mehr benutzbare Schleusentreppe mit 7 Schleusen hintereinander.

Früher mussten die Boote da durch aber das dauert natürlich bis man diese Treppe passiert hat. Jetzt kann man zwischen den einzelnen Schleusen kreuzen und der jeweilige Gegenverkehr muss nicht so lange warten.

Nach dem Anlegen wollen wir unser Stromkabel einstecken und stellen fest dass unser Adapter fehlt. Irgendwo liegengelassen vermutlich. Also doch kein Strom.

Kurz vor dem Abendessen kommt noch ein "Riesenkahn" im Hafen an. An Bord gibt es einen Bagger, einen "Bilderbuchkapitän" der souverän mit dem Boot umgeht und einen Hund. Die Kinder sind begeistert, dürfen mal ans Steuer und lassen sich mit dem Kapitän fotografieren.

Wieder ein toller Urlaubstag zu Ende.

26.8.03

Heute wollen wir bis Montargis - wieder 15 Schleusen wie gestern - das machen wir mit links. Die Kinder machen wieder einen Plan, wer wann was an der Schleuse macht. Nach Rogny kommen viele Kurbelschleusen.

Die meisten Schleusen machen wir mit einem ziemlich großen Holzboot.Kurz vor der Ankunft in Montargis kann es uns überholen, weil wir anhalten und kommt zuerst im Hafen an. Es versucht vergeblich in eine Parklücke reinzukommen, da bemerkt Jenny, dass die Frau an Bord wohl nicht so gerne Boot fährt sondern vermutlich wegen ihrem Mann an Bord ist. Entnervt geben Sie auf und fahren weiter nach vorne. Gerd parkt souverän milimetergenau ein. BRAVO.

 Wieder haben wir einen sehr lauen Abend an Bord.

27.8.03

Heute wollen wir Nemours erreichen - aber zuerst machen wir einen Stadtrundgang mit Marktbesuch in Montargis. Das ist ein sehr nettes, altes Städtchen das mit seinen Kanälen an Venedig erinnnert. Die Kinder haben am Abend vorher schon mit dem Rad einen Supermarkt gesucht und zeigen aufgeregt die Straßen wo sie überall schon waren.

Kurz nach Mittag geht es dann los. Wieder ca. 12 Schleusen bis Nemours. Ab jetzt kommen uns auch einige Frachtschiffe und das ist immer besonders spannend besonders wenn es an den Eng-Stellen ist. Aber auch das ist kein Problem, wenn man sich nicht traut dann ist es am besten anzulegen und das Boot zu halten bis das Frachtschiff vorbei ist.

Wir fahren auch an sehr schönen Häusern und kleinen Schlösschen vorbei. Mehrere Reiher umkreisen das Boot oder fliegen voraus. Die Landschaft ist sehr grün und sehr romantisch.

Wir sind noch 3 Schleusen von Nemours entfernt, da erhalten wir die Info von der Schleusenwärterin dass ein Frachtschiff vor uns ist dass wir nicht überholen können - das heißt für uns dass wir Nemours an diesem Abend nicht erreichen werden. Wir legen an einer Anlegestelle des Ortes Souppes an. Auch dort gibt es einen Tisch mit Bänken für das Abendessen. Fast die ganze Mannschaft macht noch einen Radausflug in die Stadt, um einen Bäcker für den folgenden Morgen zu finden.

28.8.03

Heute wollen wir die Seine erreichen - das ist dann auch unser Umkehrpunkt. Es sind 11 Schleusen . Eigentlich sollten wir nachmittags umkehren, denn das ist genau die Hälfte der Woche. Aber wir erreichen St.Mammés an der Seine etwas später und wollen auch noch etwas auf dem Fluss "schippern".

Jenny ist ganz begeistert und sagt: "Das ist toll. Das ist Freiheit." Im Vergleich dazu ist der Kanal wirklich eng. In St. Mammés gibt es einen ziemlich großen Hafen mit sehr vielen riesigen Frachtkähnen, die gar nicht in den Kanal passen würden. Wir fahren ein Stück nach links wenden und dann noch ein Stück nach rechts in Richtung Paris. Die Kinder würden zu gerne weiterfahren bis Paris. Sie haben sowieso schon festgestellt, dass 2 Wochen ja noch kürzer sind als eine Woche. Jenny meinte nächstes Mal müssen wir 4 Wochen Bootsurlaub machen oder doch ein eigenes Boot kaufen.

Nach dieser ausführlichen "Hafenrundfahrt" müssen wir doch irgendwann zurück. Schade jetzt wird der Urlaub wirklich bald vorbei sein. Wir schaffen gerade noch 2 Schleusen und die nächste ist obwohl erst 18 Uhr 30 schon nicht mehr besetzt. Also müssen wir anlegen. Wir machen das direkt vor der Schleuse fest für die Nacht.

29.8.03

Die ganze Nacht hat es geregnet und ziemlich abgekühlt. Nach dem Frühstück machen wir bald los. Wir haben wieder eine ziemlich schleusenreiche Strecke vor uns. Weit kommen wir erstmal nicht - dann holt uns das nächste Abenteuer ein. Gerd ist am Steuer und sieht wie ein junges Reh einfach in den Kanal springt. Es schwimmt auf die andere Seite kann aber nicht raus. Es schreit ganz erbärmlich und wir überlegen wie wir es retten können. Wir versuchen es einzukreisen in Richtung Ufer und Fränzi springt noch im Schlafanzug an Land, fängt das Reh ein mit dem Bootshaken. Es ist auch schon ganz müde und zappelt nicht stark. Gerlinde und Fränzi schaffen es nicht also muss Gerd von Bord und zieht es dann aus dem Wasser. Es steht und springt dann sofort davon. Wir freuen uns alle, dass wir das Tier retten konnten.

In Nemours müssen wir noch einkaufen. Wir schaffen es nicht ganz bis Montargis sondern müssen in einem kleinen Ort kurz vorher anlegen. Es ist einfach wieder mal schon 19 Uhr. Wieder ein spannender Tag zu Ende

30.8.03

Mit Riesenschritten geht auch eine 2 wöchige Hausbootreise zu Ende. Wir schleusen in Montargis mit einem rieseigen Ausflugsdampfer. Die Einfahrt und der Aufenthalt in der Schleuse ist ziemlich spannend. Aber nach fast 2 Wochen Bootserfahrung kann uns nichts so schnell aus der Ruhe bringen.

Nach einigen Schleusen hält er an und wir können wieder fahren wie wir wollen und kommen gut in Rogny an.

31.8.03

Heute abend werden wir in Briare sein und morgen das Boot abgeben. Wir starten nach einer ziemlich kühlen Nacht aber bei strahlendem Sonnenschein heute erst um 11 Uhr. Wir schaffen sogar noch 4 Schleusen vor dem Mittagessen. Allerdings unter erschwerten Bedingungen. Ein ziemlich breites "Wohnwagen-Boot"...ein Hausboot amerikanischer Art..... ein riesiger viereckiger Kasten der schwimmen kann. Ist vor uns in der Schleuse. Auf beiden Seiten sind gerade mal 20 Zentimeter bis zur Schleusenmauer. Er braucht immer etwas länger bis er in der Schleuse drin ist. Nach 10 Schleusen legt er "endlich" an. Und wir können das letzte Stück in Ruhe nach Briare fahren. Wir fahren mit sehr viel Publikum - Sonntagsnachmittags-Spaziergang-Zeit - das 5 mal über die berühmte Brücke des Eiffel in Briare. Hinter der Brücke am unserem Lieblingsplatz legen wir dann für die letzte Nacht an.