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Die Camargue ist betörend, am Horizont verschwimmt das Blau des Kanals im Blau des Himmels, ein schwindelerregendes Gefühl - ein Trugbild? Eintauchen in eine pastelblaue Stille, der leise Flügelschlag eines Reihers, Einladung zum Innehalten und Betrachten.
Die Camargue, das Land der weißen Pferde, der auf und ab stolzierenden Flamingos, der schwarzen Stiere und der Gardians, die den sumpfigen Landstrich mit Mut und Geschick beherrschen, ist der von der Zivilisation am wenigsten berührte Teil der Provence. Um dies auch weiterhin zu garantieren, gelten im rund um den Étang de Vaccarès gelegenen Kernland der Camargue seit 1970 strenge Naturschutzvorschriften. Das 13.000 Hektar große Réserve Nationale de Camargue ist daher vor neugierigen Blicken weitgehend sicher, seltene Vogelarten wie Graureiher und Eisvögel brüten ungestört ihre Jungen aus, denn die Kernzone darf nur von befugten Botanikern und Zoologen betreten werden; normalsterbliche Besucher und Einheimische dürfen lediglich in die Randgebiete vordringen. Stilecht ist natürlich eine Erkundung des Gebiets auf dem Rücken eines gutmütigen Camarguepferdes. Ein absoluter Höhepunkt ist ein Abstecher zur alljährlichen im Mai stattfindenden Zigeunerwallfahrt von Saintes-Maries-de-la-Mer.
Jenseits dieser unermeßlichen Weite dieser Wildnis ist spätestens in Aigues-Mortes wieder "Land in Sicht". Im Hafen, vor den Toren der Festung, herrscht Gelassenheit, im gemächlichen Rhytmus des Sommers. Strände aus feinem, heißem Sand, an denen das leuchtendblaue Mittelmeer unwiderstehlich zum Baden einlädt. Kurs auf den Etang de Thau, der salzige Geruch des Meeres weckt Gelüste nach Meeresfrüchten und gegrilltem Fisch, Ferien im Überfluß.

Camargue – Canal du Rhône à Sète
Seit 1820 verbindet der Canal du Rhône à Sète die Rhône mit dem Hafen von Sète und – über den Étang de Thau – mit dem Canal du Midi. Auf der 98 Kilometer langen Strecke von Sète bis Beaucaire gibt es nur eine Schleuse.
Von der lebhaften Hafenstadt Sète steuern Sie Ihr Boot über meist geradlinige Kanäle durch die Camargue. In den weiten Ebenen des Mündungsdeltas der Rhône leben Wildpferde und Stiere. Die Salzwasserlagunen, Teiche und Sümpfe mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna bieten Reihern, Flamingos und unzähligen anderen Vogelarten Schutz und Nahrung. Diese charaktervolle, traditionsreiche Region ist einzigartig. In unmittelbarer Nähe des Mittelmeeres bilden belebte Badestrände, kleine muntere Hafenorte, mauerbewehrte historische Städte, schilfbewachsene Kanäle, windzerzauste Schirmkiefern in urwüchsiger Landschaft und avantgardistische Urlaubsorte einen sehenswerten Kontrast.

Le Lez
In les Quatres Canaux können Sie auf das Flüsschen Lez abbiegen. Nach 5 Kilometern erreichen Sie die nördlich gelegene Marina Port Ariane in Lattes oder Sie fahren nach Süden bis in den Port fluvial Paul Riquet. Er liegt nur einen Kilometer vom Meer entfernt.

La Petit Rhône
Sie beginnt nördlich von Arles und bildet zunächst einen Teil des Wasserweges von der Rhône nach Sète. Dann schlängelt sie sich durch die dichte Vegetation des Camargue-Wildschutzgebietes. Südlich von St. Gilles führt eine Abzweigung vom Canal de Rhône über eine Schleuse nach Arles. Häufig auftretende Strömungen – vor allem auf der Grand Rhône – und viele Untiefen erschweren die Fahrt bis in die Stadt. In südlicher Richtung ist die Fahrt nur bis Mas des Baumelles erlaubt, sofern Ihr Boot weniger als 70 cm Tiefgang hat.
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