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Die Bretagne verdient ihren Ruf als gastfreundliches Urlaubsziel - lassen auch Sie sich gefangen nehmen von dem Zauber der Landschaft, den ausgedehnten Wäldern, den zerklüfteten Felsklippen, den tiefen Schluchten und den liebenswerten Menschen. Altertümliche Städte mit reizvollen Altstädten, dekorativen Brunnenanlagen und beeindruckenden Kirchen bieten reizvolle Anziehungspunkte. Probieren Sie kulinarische Spezialitäten wie Crepes, Galettes, Austern oder den sprudelnden Cidre.
Bezaubernde Urlaubslandschaft, durchkreuzt von ruhigen Flüssen mit breiten Mündungen, verbunden mit künstlich angelegten Kanälen. Historische Städte und Dörfer mit vielen Restaurants und Cafes. Prachtvolle kleine Kirchen, mächtige Kathedralen, berühmte Klöster, malerische Burgen. Von Redon aus führen Wasserstraßen in vier Richtungen: den Fluß VILAINE abwärts (40 Km, ohne Schleusen), und weiter (80 Km Kanal mit 47 Schleusen) bis Dinan. Oder von Rennes auf dem CANAL DE NANTES nordwestlich bis Josselin (60 Km, 17 Schleusen) oder südöstlich (95 Km, 17 Schleusen). Fast keine Berufsschiffe. Warmes, ausgeglichenes Klima durch die Einwirkung des Golfstroms.
Die Bretagne, mit keltischem Namen Armorika ragt als Halbinsel im Nordwesten Frankreichs weit in den Atlantik hinaus. Die Hauptstadt der Region mit etwa 3,8 Millionen Einwohner auf 34.000 Quadratkilometern ist Rennes. Der Haupterwerb besteht aus Landwirtschaft, Fischerei und Femdenverkehr. Die Amtssprache ist heute zwar französisch, aber im Westen wird nach wie vor z.T. auch noch bretonisch gesprochen. Viele Begriffe und Ortsnamen zeugen von bretonischer und altkeltischer Abstammung. Die riesige Gesteinsmasse der Bretagne, bestehend aus Gneis, Quarz, Sandstein und Schieferplatten, war einem ständigen Wandel unterworfen. Bis zu 14 m Gezeitenhub zwischen Ebbe und Flut, aber auch Wind und Regen haben einen Teil zu Veränderungen beigetragen. Die Hauptursache jedoch ist in der nach wie vor andauernden Bewegung der kontinentalen Erdkruste zu finden. Vor 600 Millionen Jahren war das Gebiet noch mit Wasser bedeckt. Im erdgeschichtlichen Zeitalter des Unterdevon und des Perm faltete sich ein Gebirgsmassiv, zu dem das im Karbon bis auf 4000 m aufgestiegene Armorikanische Gebirge gehörte. Es reichte urspünglich von Irland bis zum französischen Zentralmassiv. Verwitterungen trugen es ab, Eiszeiten taten ein Übiges, den heutigen Zustand herzustellen. Heute ist die Küste zerklüftet und in weiten Teilen interessant und sehenswert.
Vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag.
Das Alternieren von lauem und frischem Wetter aus ein und demselben, ständig wechselnden Himmel ist zum Gegenstand von Sprichwörtern geworden. "In der Bretagne kann man vier Jahreszeiten an ein und demselben Tag erleben", lautet eines davon. Die große Schwester des Loire-Gebiets scheint die Trichtermündung von Nantes für sich einzunehmen - sie ist auch ein vom Wasser geprägtes Gebiet. Mit 640 km Flußläufen und Kanälen bietet diese Gegend viele Möglichkeiten für die Vergnügungs-Flußschiffahrt. Das ist ein guter Grund, diese feuchte Bretagne, das Paradies der Angler zu entdecken; man kann nun ruhig auf dem alten Weg zahlreicher Invasionen entlangwandern, die die ewig unruhige Seele ihrer Bewohner geprägt haben.
Man fahre mit dem Boot zwischen den Mauern von Saint-Malo und Arzal über Dinan, Rennes, Redon und der ummauerten Anlage von La Roche-Bernard, durch den Kanal von Nantes nach Brest über Pontivy und das Schloß von Josselin über eine Abfolge beeindruckender Schleusen (nicht weniger als 105 an der Zahl!); schließlich auf dem Blavet zwischen Pontivy und Lorient, zwischen Carhaix und Port-Launay über Pleyben und Châteaulin... Das Komitee zur touristischen Förderung bretonischer Kanäle und Wasserstraßen der westlichen Bretagne gibt regelmäßig einen Führer für diese mit hundertjährigen Bäumen, Teichen, Sümpfen und uralten Familiensitzen bestandenen Wasserwege heraus.
Die Geschichte dieses Landes, das den Nordwestzipfel Frankreichs bildet, reicht weit zurück. Die Menschen der Steinzeit richteten bei Carnac Tausende von mächtigen Steinen auf, sorgsam in Reihen angeordnet, deren Sinn heute niemand mehr kennt. Waren es Prozessionswege? Markierungen astronomischer Richtungen? Aber nicht nur bei Carnac findet sich das Erbe der Steinzeitkultur: Überall in der Bretagne finden sich Dolmen ( frühe Begräbnisstätten ) und Menhire ( die Hinkelsteine von Obelix ).
Was in der Bretagne, die im Süden, Norden und Westen vom Atlantik umspült wird, auf den Tisch kommt, stammt meist aus dem Meer: Jakobsmuscheln, Hummer, Langusten, Austern und Miesmuscheln, Krebse, Makrelen, Sardinen, Seelachs, Seeteufel oder Thunfisch. Aber auch in der Erde und in den Ställen wächst so manches, das sich zum Verzehr vorzüglich eignet (die Guémené-Innereienwurst, Kutteln, oder die Pastete aus Rennes - schließlich ist die Bretagne Nr. 1 in Europa in der Schweinezucht), nicht zu vergessen die Milchprodukte wie die berühmte gesalzene Butter, oder das feine Geflügel und die Lammgerichte, zu denen der bretonische Blumenkohl und die legendären Artischocken köstlich munden.
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