Ruff Bootsreisen unterstützt die Klimaschutzaktion "plant for the planet" - helfen Sie mit jeder Buchung mit:
Für jede Buchung bei Ruff Bootsreisen spenden wir 5 Euro - dafür wird die Schülerintitiative "plant for the planet" 5 Bäume pflanzen. Auf diese Weise entstehen mit Ihrer Hilfe neue Waldflächen, die der Luft das umweltschädliche Kohlendioxid entziehen und auf lange Frist für eine Klimaverbesserung sorgen. Den Auftakt für diese Aktion haben wir schon gemacht und vorab 100 Euro für die Baumpflanzaktion eingesetzt. Mehr Informationen entnehmen Sie bitte diesem Flyer.
Seit 1994 gibt es die Agentur Ruff Bootsreisen. Bei uns werden Sie individuell und persönlich beraten.
Wir werden alles tun, um das optimale Boot und die richtige Bootstour für Sie zu finden.
Genießen Sie Urlaub auf dem Wasser mit einer Hausbootreise - Als Spezialagentur, für Bootsvermietung, bieten wir Ihnen die idealen Hausboote für Ihre Reisen - Hausbootsurlaub, das etwas andere Erlebnis!
Wir bieten Ihnen eine kompetente und freundliche Beratung wenn es um Urlaub auf dem Wasser geht. Wir sind die Bootsvermietung für Hausboote, Hausbooturlaub und Hausbootreisen. Erfüllen Sie sich in den Ferien auf dem Wasser einen Traum und machen eine führerscheinfreie Bootsreise oder in einem Wochenendkurs den Sportbootführerschein für Binnengewässer.
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Fr. 17.07.2009 Wir sind um 15:00 Uhr an der Charterbasis um die "Turning Point" zu übernehmen, Eine 14-Meter-Yacht, mit solidem Stahlrumpf und zwei starken Motoren. Da der Basischef aber noch mit der Übergabe anderer Boote beschäftigt ist, fahren wir erst noch zum nahegelegenen Maxis Hypermarkt und kaufen ordentlich Vorräte ein. Gut, dass das Boot 2 Kühlschränke und jede Menge Stauraum hat. Am frühen Abend hat der Chef dann Zeit für uns und erklärt uns das Schiff, wobei er viel Gewicht auf das Manövrieren mit den 2 Maschinen legt. Später in engen Häfen bei Windstärke 5 werden wir ihm noch dankbar dafür sein. Bootfahren in Holland soll ganz anders sein als in Frankreich - haben wir im Internet gelesen. Also wollen wir vom Basischef noch etwas über diese Besonderheiten erfahren. Er hat dafür keine Zeit und verweist uns an seinen Mechaniker. Der aber nutzt die Gelegenheit uns in die technischen Besonderheiten der Turning Point gründlichst einzuweisen. Da das Schiff mit Technik vollgestopft ist (Außer den zwei Maschinen und den zwei Kühlschränken gibt es noch einen 220 V-Generator, Microwelle, Spülmaschine, Waschmaschine, DC/AC-Konverter, Radio, TV, DVD, Bugstrahlruder, Echolot und Satellitennavigation.) ist die Dämmerung nah, als wir endlich ablegen.
Sa. 18.07.2009
Doch es ist jetzt früher Nachmittag und wir wollen endlich die Amsterdamer City erkunden. Der Hafenmeister erklärt uns, wie wir über die Tore der Willem I Sluizen zum Fähranleger gelangen. Die Fähren pendeln zwischen dem Nordufer des Ij und der Centralstation und sind für Fußgänger, Fiets- (Fahrrad-) und Bromfietsfahrer. (also die, die den Ij-Tunnel nicht benützen dürfen) gratis.
Die Nacht im Hafen ist überraschend ruhig. Wenn überhaupt stören nur die allgegenwärtigen Blesshühner mit ihren markanten Quietscheentchenrufen im Morgengrauen. So. 19.07.2009
Gegenüber
dem Jan van Riebeeckhaven biegen wir nordwärts
in den Zijkanaal ein, der unmerklich in die Voorzaan
und bei Zaandam in
die
Zaan übergeht.
Wir fahren an einem Supermarkt mit bequemem
Schiffsanleger
vorbei. Unsere Kühlschränke sind noch zu gut gefüllt.
Wir legen vor dem
kleinen
Restaurant „De Koekfabriek“ an, das sich im Gebäude der Zaandamer
Schokoladenfabrik
etabliert hat. Beschaulich, und direkt am Fluss, genießen wir ein
kleines,
gutes Mittagessen, den hervorragenden Hauswein und die
Boterroomtruffelen, die Dessert-Spezialität
des Hauses. Vor uns liegt die Prins Bernhardbrug. Sie hat eine Durchfahrtshöhe von 4,20 m. Um nicht auf das Öffnen warten zu müssen, legen wir unseren Radarbügel und reduzieren so unsere Höhe über der Wasserlinie von 5,00 m auf passende 3.85 m. Das nützt uns dann an der kurz darauf folgenden Spoorbruk Zaandam leider überhaupt nichts, denn die hat legendlich eine Durchfahrtshöhe von 3,00 m und während die freundlichen holländischen Brückenwärter normalerweise eine Brücke auch für ein einzelnes Sportboot zügig öffnen, sind sie bei der Spoorbruk vom Fahrplan der niederländischen Eisenbahn abhängig. Wir warten 20 min., aber die Brücke rührt sich nicht. Also rufen wir beim Brückenwärter an. Der sagt uns, dass er in wenigen Minuten öffnen will. Aus den wenigen Minuten werden weitere 20 und wir rufen noch mal an. Der Brückenwärter klingt jetzt überrascht und gesteht, dass er einen Fehler gemacht hat. Das kann heißen, dass er sich geirrt hat, als er uns die Öffnung in wenigen Minuten versprach, oder dass er uns einfach vergessen hat. Wie auch immer, wir warten noch einmal 20 min, bis auch der letzte Vorortzug seinen Weg von Purmerend nach Amsterdam gefunden hat. Endlich öffnet sich die Brücke, und wir fahren weiter nach Zaanse Schans. Der Wind hat stark aufgefrischt, das Anlegen am Meldesteg des Yachthafens „New Weromeri“ funktioniert noch sehr gut, für das Verlegen in die Dalbenbox, die uns der Hafenmeister zuweist, brauchen wir dann drei Anläufe, weil der stürmische Wind unser Boot immer wieder querlegen will.
Mo. 20.07.2009
Wir verlassen den Hafen und biegen nordwärts in die Zaan ab. Der Windmühlenpark von Zaanse Schanz wirkt vom Wasser her betrachtet noch beeindruckender als gestern an Land. Die schmucken Wohnhäuschen, die am gegenüberliegenden Ufer der Zaan liegen sind ebenfalls sehenswert. Bei Knollendam kommen wir an die Beatrixbrug. Das ist weder eine Eisenbahn- noch eine Autobahnbrücke. Trotzdem warten wir für holländische Verhältnisse unverhältnismäßig lange auf die Öffnung. Also telefonieren wir mal wieder mit dem Brückenwärter und erfahren, dass am Brückenpfeiler ein Meldeknopf zu drücken sei. Als wir noch dorthin fahren, öffnet er bereits die Brücke, aber er gibt mit der Ampelanlage zunächst den Segelboten Durchfahrtserlaubnis, die auf der anderen Seite warten.
Wir verlassen den See und befahren nun den Nordhollandsch Kanaal. Um die Mittagszeit erreichen wir die berühmte Käsestadt Alkmaar. Der Hafen befindet sich in einer schmalen Gracht hinter einer kleinen, niedrigen Brücke. Wir telefonieren mit der Hafenmeisterin. Die lässt sich die Maße unseres Bootes nennen, öffnet uns die Hafenbrücke und ist auch gleich vor Ort, um uns einzuweisen. Sie besteht darauf, dass wir unser Boot unmittelbar hinter der Brücke in dem engen Hafenbecken wenden und dann etwa 100 m rückwärts fahren, bis wir einen freien Liegeplatz erreichen.
Um
11:50 starten wir die Motoren und sind auch
rechtzeitig an der Brücke, um aus dem Hafen zu kommen. Wir wollen
über
Purmerend Richtung Amsterdam, nehmen aber nicht den kürzesten Weg
über den
Saskerleej, sondern fahren noch mal über das Alkmaarer Meer und
die Stierop, um
über die beschauliche Markervaart unseren Weg auf den
Nordhollandsch
Kanaal zu finden.
Die Markervaart ist voll mit Freizeitbooten aller Größen und
Arten. Weiter geht's durch Purmerend (die dortige Schleuse hat stolze 1,20 m Hub), den Nordhollandsch Kanaal hinunter bis zum Sixhafen von Amsterdam. Wir kommen dort um 19:00 Uhr an. Der Hafen ist wieder übervoll aber wir bekommen einen Platz in der dritten Päckchenreihe zugewiesen und sind noch lange nicht die letzten. Mi. 22.07.2009 Der Deutsche Wetterdienst hat für heute auf dem östlichen Ijsselmeer nur Windstärke drei bis vier - maximal aber fünf Beaufort vorhergesagt. Der Königlich-Niederländische Wetterdienst prognostiziert schwachen bis mäßigen Wind. Also nehmen wir uns die Tour über das Markermeer nach Edam vor. Um 9:00 Uhr, wir sitzen noch beim Frühstück, klopft der Hafenmeister an unser Fenster. Er treibt uns und die anderen Skipper, die ihr Boot in der Ausfahrt liegen haben, zur Eile an. Und wirklich, kurz vor 10 Uhr sind wir schon auf dem Ij.
Do. 22.07.2009 Es
ist schon 11:30 als wir die Marina verlassen. Bei
schwachen drei Beaufort gehen wir auf Kurs Süd-Südost
Richtung Insel Marken.
Das Markermeer hat seinen Namen heute nicht verdient. Auf unserem
Wiesensee
haben wir schon höhere Wellen erlebt. Wir nutzen die Gelegenheit,
unsere Yacht
mal richtig auszufahren. Wir schieben beide Gashebel bis zum Anschlag
nach
vorn. Die beiden Diesel machen mit lauten Röhren darauf
aufmerksam, dass sie
sich mächtig ins Zeug legen und bald hat das Boot GPS-gemessene 19
km/h Speed
erreicht. Die hohen Wellen die wir erzeugen, lassen Schlimmes für
unseren
Dieselverbrauch befürchten. Aus der geschätzten Länge
der Wasserlinie errechnen
wir überschlägig die Rumpfgeschwindikeit unseres Bootes (die
spezifische
Höchstgeschwindigkeit eines Wasserfahrzeuges,
bei der die
ökonomische Verdrängerfahrt geade
noch möglich ist) und kommen auf runde
16 km/h. Die
Turning Point
läuft also bei Wir müssen auch gut aufpassen, weil viele Segler unterwegs sind. Hinter Marken gehen wir auf Kurs Süd-Südwest und steuern die Insel Pampus an. Jetzt frischt der Wind deutlich auf, die Segler um uns herum machen deutlich mehr Fahrt. Gut, dass wir unser Fernglas dabei haben. So können wir Kurs und Geschwindigkeit der anderen Boote frühzeitig einschätzen. Um 13:30 Uhr laufen wir in die Vechtmündung bei Muiden ein. Jetzt unterliegen wir wieder den Geschwindigkeitsbeschränkungen der Flussschifferei. Mit gemütlichen 6 bis 9 Stundenkilometern tuckern wir die Vecht hinauf. Am Ufer wechseln sich schmucke Wochenendhäuschen, mittelständisches Gewerbe und pittoreske Hausboote mit Weideflächen ab. Am Altarm „Den Nees“ wenden wir.
Wir fahren zurück in den Außenhafen von Muiden zur Tankstelle und übernehmen 220 l Diesel. So viel haben wir also in einer Woche verbraucht. Anschließend gehen wir noch mal im „Graaf Floris V“ essen und bekommen einen Tisch direkt am Wasser. Der Fisch des Tages (Seewolf) ist so frisch, wie man ihn in den heimischen Binnenlanden niemals auf den Teller bekommt und schmeckt hervorragend. Schon in der Dämmerung legen wir in Muiden ab. Wir setzen unsere Positionslichter, verlegen zu unserem ruhiggelegenen 24-Stunden-Schwebebalken und machen gerade noch im letzten Licht fest. Bei einem Gläschen Wein im Salon wollen wir den Urlaub ausklingen lassen. Da macht uns ein Plätschern aus der Bilge nervös. Unser Ingenieur (ja, zum Glück haben wir einen diplomierten Maschinenbauer an Bord) verschwindet sofort in der Bilge und entdeckt, dass wir aus der Stopfbuchse der linken Schraubenwelle ordentlich Wasser übernehmen. Soweit die schlechte Nachricht. Die gute errechnen wir mit etwas Grundschul-Mathematik: Bei 2, 40 m Wassertiefe und 1,20 m Tiefgang bekommen höchstens die Maschinen nasse Füße, wenn wir absaufen – die Crew aber bleibt trocken. Nach einer knappen halben Stunde hat unser Ingenieur dann die Leckage abgedichtet, und wir können uns beruhigt auf’s Ohr legen. 23.07.2009 Nach langem, erholsamem Schlaf stellen wir erwartungsgemäß fest, dass die Turning Point noch schwimmt, und nach unserem letzten Frühstück an Bord geben wir das Boot in Muiden an der Charter Basis zurück. |


